Gleichgewichtsübung, Foto: Katharina Ritter

15. November 2019, Aula der HBKsaar

2 Vorträge zur künstlerischen Selbstorganisation


14:00 Uhr Katharina Ritter Kuratorin M.A.
Künstlerische Leitung Künstlerhäuser Worpswede e.V.


Contenance auf dem Land - Selbstorganisation im Kulturbereich

Die Künstlerhäuser Worpswede haben die Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken eingeladen, gemeinsam an relevanten Fragen zu arbeiten: Wie wollen wir leben und arbeiten? Was bedeutet ein Künstlerdorf jetzt? Das Projekt wird unterstützt von Landschaftsverband Stade und HBKsaar. Vor Ort werden sowohl künstlerische Arbeiten entwickelt, realisiert und ausgestellt, als auch, u.a. mit Vorträgen und Gesprächen, verschiedene Methoden künstlerischer Selbstorganisation ausgelotet. Ländliche Regionen bilden mit ihren Ressourcen eine Schlüsselrolle im rasanten Wandel der Lebensführung, auch hinsichtlich potentieller Verwirklichungschancen. Gegenwärtige Kunst und Kultur sind unabdingbar für die Zukunftsfähigkeit einer Region. Künstlerische Praxis eröffnet neue Perspektiven und neue Strategien für alle Beteiligten: Haltung in komplexen und mehrdeutigen Situationen zu entwickeln steht hierbei im Mittelpunkt.
Das Austauschprojekt wird betreut von Prof. Eric Lanz, Prof. Dr. Matthias Winzen und Katharina Ritter. Sie ist  Lehrbeauftragte an der HBKsaar, Gründungsmitglied des Neuen Saarbrücker Kunstvereins e.V. und war bis 2015 dessen Vorsitzende.

15:00 Uhr   Neuer Saarbrücker Kunstverein e.V.
Einblicke und Ausblicke zur Lage des Vereins.


Verbindlichkeit jetzt oder gleich?

In offener Runde wollen wir weiterdenken, -fragen und vielleicht Antworten finden.

Eine Gruppe von Freund*innen (es sind genau sieben - denn soviel Beteiligte braucht es laut Vereinsgesetz) gründet am 14. Februar 2010 einen Kunstverein in Saarbrücken, um selbstgewählten Interessen nachzugehen, in Austausch zu treten und Verbindlichkeit zum eigenen Studienfach zu schaffen. Das Ehrenamt versteht sich von selbst, alle sind jung, studieren und haben viel Zeit über Ideen nachzudenken und diese umzusetzen.

Mit einigen Höhen und Tiefen besteht der Neue Saarbrücker Kunstverein nun seit zehn Jahren. Er blickt kurz vor seinem Jubiläum auf über 50 organisierte Veranstaltungen zurück, hat mit unzähligen Gästen aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Literatur, Naturwissenschaft und seinen Besucher*innen zusammengearbeitet. Umso dringlicher stellen sich uns die Fragen heute:

  • Wie verändert sich Engagement, wenn Künstler*innen selbständig werden?
  • Wie kommen die aktiven Mitglieder, deren Wohnsitze sich mittlerweile über ganz Deutschland und dessen Nachbarländer erstrecken, zur gemütlichen Stammtisch-Ideen-Suche für den Verein zusammen?
  • Wie ortsspezifisch muss ein Verein eigentlich handeln/sein/heißen?
  • Und warum machen wir nicht einfach ein loses Künstlerkollektiv aus uns – semiverbindlich, sodass man die anderen „Interessengruppen“ in denen man noch aktiv ist unter einen Hut bekommt?
  • Was oder eher wen und wie viele braucht der Verein, um sich weiterzuentwickeln und somit weiterzubestehen?

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